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Die Entführung

von Magdalena Bauer | 9

Emma kam von der Schule nach Hause. Sie hatte noch viel vor. Hausaufgaben und dann noch zum Treffen der 4 Spürnasen mit Max, Charlotte und Ben. Sie hatten schon zwei Kriminalfällegelöst. Leider war für die Detektive im Moment nichts los. Emma wollte gerade durch das Gartentor laufen als sie einen Zettel auf dem Boden bemerkte. Er war eilig zusammen geknüllt. Sie hob ihn auf und las: »HILFE – ENTFÜHRUNG.« Es war Charlottes Handschrift. Emma überlegte was sie machen könnte. Ach ja, die Spürnasen. Sie rannte in ihr Zimmer und schnappte ihr Handy. Sie rief Ben an und japste: »Charlotte entführt. Wir müssen uns gleich treffen.« »Ja, komme sofort zu dir. Rufe bitte Max an.« In zehn Minuten war Ben da und danach kam gleich Max. Sie hielten Kriegsrat. Es gab ein langes hin und her bis Max vorschlug das sie doch mal versuchen könnten Charlotte auf dem Handy anzurufen.

Sie hatten Glück. Charlotte meldete sich. Was ist passiert? Wo bist du? In einer Höhle. Aber ich weiß nicht in welcher. Wir sind mit dem Auto höchstens eine halbe Stunde gefahren. Meine Augen waren verbunden. Mein Akku ist leer. Helft mir! Was können wir tun? fragte Ben die anderen. Wir brauchen eine Karte. Emma raste ins Wohnzimmer. Es gab 2 Höhlen in der Nähe. Die eine war im Stadtwald, aber die war nur 10 Minuten entfernt. Die andere war an der Steilküste. Das muss sie sein, dachte sich Max. Emma holte ihren Rucksack, warf Taschenlampe und Batterien rein und sagte zu den Jungs: »Holt bitte etwas zu trinken und zieht euch etwas Warmes an. Das liegt bei euch sowieso auf dem Weg.« Die Jungen gingen los. Emma ging an den Kleiderschrank und holte etwas Warmes für sich zum anziehen. Eine viertel Stunde später trafen sie sich. Emma holte die Landkarte raus. Wir müssen nach Westen. Der Weg war steinig und sehr anstrengend. Trotzdem brauchten sie nur 2 Stunden.

An der Steilküste suchten sie nach einem Eingang. Der einzige Eingang war mit einem großem Stein versperrt. Gemeinsam versuchten sie den Stein weg zu schieben. Sie hatten es schon zur Hälfte geschafft als sie ein komisches Geräusch hinter sich hörten. Zwei Männer mit schwarzen Kapuzenjacken packten sie und schoben sie in die Höhle. »Rein mit euch! Hier wird nicht rum geschnüffelt.« Die Männer schoben den Stein wieder vor den Eingang und ließen die Kinder allein zurück. Es war stockdunkel. Emma holte die Taschenlampe raus und sagte: »Hier muss irgendwo Charlotte sein. Ruft mal!« In der hintersten Ecke hörten sie: »Emma, Max, Ben. Helft mir. Ich bin gefesselt.« Nach 5 Minuten hatten sie die Fesseln gelöst. »Bin ich froh dass ihr hier seid. Die Männer wollen Geld von meinem Vater. Wir müssen schnell weg von hier.« Alle vier Spürnasen stemmten sich gemeinsam gegen den Stein vor dem Eingang. Aber von innen war er zu schwer. Sie schafften es nicht: »Wir brauchen einen neuen Plan. Vielleicht gibt es einen anderen Ausgang.« Sie tasteten die Wände ab und Emma leuchtete mit der Taschenlampe. Plötzlich bewegte sich unter Charlottes Hand die Wand. Gemeinsam räumten sie die restlichen Steine, die ihnen im Weg waren, weg. Vor ihnen lag ein Gang. Sie quetschten sich durch das kleine Loch. Vor ihnen schimmerte ein wenign Licht. »Los, schneller. Wir haben es gleich geschafft.« Max war als Erster draußen. Er sah das Meer: »Wir sind am Strand. Das war bestimmt ein Geheimgang der Schmuggler. Am besten gehen wir schnell zur Polizei. Wir müssen diese Männer stoppen. Und unsere Eltern benachrichtigen.«

ENDE

03. März 2012